Die Familien
Heilbrunn & Steinberg

Es bleibt in der Familie

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Alfred Meyerhof & Philipp Heilbrunn an Rosa Leskowitsch
 in Mühlhausen/Elsass vom 16.09.1893.
Postkarte: Eigentum Corinna Meiß 

Seligmann Heilbrunn (1781–1842) aus Klein Freden im Hildesheimer Land hatte mit seiner Ehefrau Bety Rosenthal (1793–1865) acht Kinder. Fünf Söhne und drei Töchter, von denen der zweitälteste Sohn Pheibusch/Philipp (1820–1914) und die zweite Tochter Ziper/Minna (1826–?) hießen.

Der Tuchhändler Philipp verheiratete sich mit Amalie Jacobsohn (1822–1904) aus Beedenbostel/Celle. Seine sechs Jahre jüngere Schwester Minna heiratete im Juni 1852 den zweiundvierzigjährigen Kaufmann Samson Steinberg aus Wangelstedt/Stadtoldendorf. Von den neun gemeinsamen Kindern der Steinbergs starben vier vor bzw. in ihrem zweiten Lebensjahr. Ihr jüngstes Kind war Adolf (1868–1929). Dieser wurde im August 1879 im Alter von elf Jahren an der Jacobsohn-Schule als Schüler aufgenommen und schloss seine Schulzeit dort im März 1885 mit der Primareife ab. Bis zu seinem Tod blieb er als engagiertes Mitglied des „Vereins ehemaliger Jacobsohnschüler” mit seinen Mitschülern, Freunden und der Schule verbunden. Neun Jahre später eröffnete der junge Kaufmann Steinberg in Goslar sein Geschäft, das am 28. August 1894 ins Handelsregister eingetragen wurde. Adolf Steinberg war mit der Protestantin Emmi Römer (1873–1936) verheiratet, die aus Jerichow stammte. Sie bekamen vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter. Adolf Steinberg war langjähriger Vorsitzender der CV-Bezirksgruppe Harz und der CV-Ortsgruppe Goslar sowie Mitglied des CV-Landesverbandsvorstandes. Er verstarb im April 1929 im Alter von nur 60 Jahren nach schwerer Krankheit.

Im Gegensatz zu seinem Neffen Adolf Steinberg, der als junger Kaufmann nach Goslar kam, wagte Philipp Heilbrunn am Ende seines Berufslebens einen Neuanfang in Goslar. Zusammen mit seiner Ehefrau Amalie und den vier erwachsenen Kindern zog der dreiundsechzigjährige Textilkaufmann im August 1883 von Lutter am Barenberge in die Kaiserstadt. In der Hauptgeschäftsstraße, der Fischemäkertraße, eröffnete er sein „Geschäft für Tuch-, Manufaktur- und Modewaren“, das drei Generationen lang in Goslar bestand. Bis ins Dritte Reich. Bereits drei Jahre nach der Ankunft der Familie übergab Philipp Heilbrunn die Geschäfte an seine beiden Söhne Rudolf (1852–1928) und Gustav (1850–1933).

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